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Was sind tokenisierte Aktien und wie funktionieren sie?

Introduction

Tokenisierte Aktien bringen traditionelle Unternehmensanteile auf die Blockchain und verbinden klassische Finanzen mit dem Web3. Erfahren Sie mehr in diesem Guide.

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Anzél Killian4 minutes
What are tokenised stocks and how do they work

Was sind tokenisierte Aktien?

Tokenisierte Aktien sind Derivatkontrakte, die den Wert traditioneller Unternehmensanteile auf einem Blockchain-Netzwerk abbilden und nachverfolgen. Im Grunde schlagen diese Vermögenswerte eine Brücke zwischen der traditionellen Finanzwelt (TradFi) und der dezentralen Welt des Web3.

Jeder Token spiegelt den Echtzeitwert einer zugrunde liegenden realen Aktie wider. Wer eine tokenisierte Aktie hält, interagiert mit der digitalen Version eines Vermögenswerts in einem krypto-nativen Umfeld. Das ermöglicht eine deutlich nahtlosere Integration in digitale Portfolios neben anderen Kryptowährungen, etwa in der Crypto.com App.

Ein zentraler Vorteil dieser Technologie ist die „Fraktionierung“. Auf traditionellen Märkten können hohe Aktienkurse kleinere Anleger oft davon abhalten, sich ein diversifiziertes Portfolio aufzubauen. Da sich Token jedoch in winzige Bruchteile aufteilen lassen, erhalten Sie Preis-Exposure zu einem kleinen Teil einer Aktie, ohne den vollen Preis einer ganzen Einheit aufbringen zu müssen.




Wie funktionieren tokenisierte Aktien?

Um zu verstehen, wie tokenisierte Aktien funktionieren, lohnt sich ein Blick auf die zugrunde liegende Mechanik von Ausgabe und Handel. Der Prozess verlagert die Verwaltung eines Vermögenswerts von manuellen Altsystemen auf eine verteilte Datenbank, das sogenannte Distributed Ledger.

Die Rolle von Smart Contracts und Blockchain

Die Mechanik hinter tokenisierten Aktien beruht auf der Transparenz und Automatisierung der Distributed-Ledger-Technologie. Anders als traditionelle Systeme, die auf manueller Buchführung und Intermediären beruhen, nutzen tokenisierte Aktien Smart Contracts, um die Ausgabe und den Umlauf der Token zu automatisieren.

Diese Smart Contracts stellen sicher, dass sich der digitale Token gemäß vordefinierten Regeln verhält, während die Blockchain ein unveränderliches, öffentlich einsehbares Protokoll jeder Transaktion liefert. Dadurch entfallen komplexe Clearingstellen-Prozesse, und Transaktionen lassen sich nahezu in Echtzeit abwickeln.

Custodial- vs. synthetische Token

Wie diese digitalen Vermögenswerte strukturiert sind, ist für jeden Anleger von zentraler Bedeutung. Grundsätzlich lassen sie sich in zwei Hauptkategorien einteilen:

  • Custodial-Token: Diese sind im Verhältnis 1:1 durch echte Aktien gedeckt, die von einer regulierten Finanzeinrichtung verwahrt werden. Für jeden auf der Blockchain ausgegebenen Token wird ein entsprechender Anteil der tatsächlichen Aktie sicher hinterlegt oder bei einem Verwahrer verwahrt. Das lässt sich mit einer digitalen Quittung für einen physischen Gegenstand in einem Safe vergleichen.
  • Synthetische Token: Diese sind im Grunde digitale Verträge (Derivate), die die Kursbewegungen einer Aktie über Smart Contracts nachverfolgen. Der Emittent muss den zugrunde liegenden physischen Vermögenswert dabei nicht selbst halten. Stattdessen kommt ein Live-Datenfeed zum Einsatz, der den Wert der Aktie spiegelt, sodass Sie Preis-Exposure erhalten, ohne dass der Token an eine physische Aktie gebunden ist.




Tokenisierte Aktien vs. traditionellen Aktien

Zwar bieten beide Varianten Exposure zur Entwicklung eines Unternehmens, doch die dahinterliegende Infrastruktur unterscheidet sich grundlegend. Traditionelle Aktien unterliegen den Einschränkungen des klassischen Bankwesens, während tokenisierte Vermögenswerte von der Effizienz der Blockchain profitieren.


Traditionelle Aktien

Tokenisierte Aktien

Handelszeiten

Meist auf Geschäftszeiten beschränkt

Oft 24/7 handelbar

Abwicklungszeit

In der Regel zwei Tage nach der Transaktion

Nahezu sofort auf der Blockchain

Zugänglichkeit

Strenge Länder- und Rechtsbeschränkungen

Weltweiter, grenzenloser Zugang

Mindestkauf

Oft nur ganze Aktien möglich

Einfacher fraktionierter Zugang




Mögliche Vorteile tokenisierter Aktien

Unterbrechungsfreie Märkte

Der offensichtlichste Vorteil ist die 24/7-Verfügbarkeit des Blockchain-Handels. Traditionelle Börsen schließen normalerweise nachts und am Wochenende, was frustrierend sein kann, wenn wichtige Nachrichten genau in dieser Zeit bekannt werden. Tokenisierte Vermögenswerte ermöglichen es Ihnen, jederzeit Marktzugang zu erhalten, sobald der Moment passt.

Niedrigere Einstiegshürden

Fraktioniertes Eigentum ist ein besonders inklusives Merkmal dieser Technologie. Kostet eine einzelne Aktie eines Unternehmens mehrere tausend Euro, bleibt sie für viele Anleger unerreichbar. Durch Tokenisierung kann ein Anleger Preis-Exposure zu einem kleinen Bruchteil desselben Vermögenswerts erhalten, was eine deutlich feinere Steuerung der Portfoliogewichtung ermöglicht.

Erhöhte Transparenz

Die Blockchain liefert einen überprüfbaren Nachweis der Historie und der Eigentumsverhältnisse eines Vermögenswerts. Da jede Transaktion in einem öffentlichen Protokoll erfasst wird, verringert dies viele der undurchsichtigen Praktiken, die in traditionellen Clearing- und Abwicklungsprozessen mitunter vorkommen können.

Mehr Liquidität

Viele traditionelle Vermögenswerte gelten als „illiquide“, da sie sich nur schwer schnell verkaufen lassen, ohne den Preis zu beeinflussen. Indem diese Vermögenswerte in kleinere, gut handelbare digitale Einheiten aufgeteilt werden, kann die Tokenisierung die allgemeine Marktliquidität verbessern. Wer sich für den Zugang zu digitalen Portfolios interessiert, findet über Crypto.com Stocks einen weiteren Ansatzpunkt, um klassische und tokenisierte Vermögenswerte zu vergleichen.




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